Reitplatzbau

Wie man sich bettet, so liegt man..
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CharlesP1
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#11 Re: Reitplatzbau

Beitrag von CharlesP1 » Mo 31. Mär 2014, 07:37

Danke schonmal:)

Siebkurven hab ich schon gesucht wie verrückt, aber nur welche für Golfplätze etc. gefunden :(
Der Sand ist nicht der ganz billige, für 5€ den hat jemand im Nachbarort (und ist auch sehr zufrieden, allerdings auch mit holzhackschnitzeln gemischt). Unserer liegt bei 20€ pro Tonne, viel mehr sollte es auch nicht sein..
Ob Drainage oder nicht entscheidet letztlich der Bodenbauer, der wollte sich das alles angucken. Generell haben wir hier einfachen sandboden (Lüneburger Heide eben), aber durch den Bahndamm wo alles mögliche aufgeschüttet wurde, ist das ziemlich gemischt und durzogen.

Der Platz muss gar nicht viel können, wir haben ohnehin nur 3 Pferde hier, die kleine wird noch nichtmal gearbeitet. Es kommt maximal ein viertes mal dazu, wenn die Oma mal nicht mehr ist.
Er darf natürlich nicht wegfliegen, da wir wirklich in nem Trichter zwischen Wohngebiet und Wald stehen ist das meist ein richtiger Windkanal.
Super viel wässern ist nicht machbar, klar mal 30 min sprengen, aber irgendwann ist eben Schluss bei ner Gartenpumpe, hausanschluss ist nicht vorhanden. Probleme mit selbsttränken können wir nicht bekommen, da keine vorhanden ;)

Im großen wird hauptsächlich Dressur geritten, vllt mal ein kleiner Hüpfer, aber keine großen Sprünge.

Umrandung wird ein Wall aus der abgeschobenen Grasnarbe und dem Ausgleich des Hügels den wir da drauf stehen haben.

Mit dem Lehm hört sich ja ganz gut an, aber da müssen wir schauen woher


Achja, Eintrittstiefe: Max. 3cm, das ist hier fast nirgends so, abgesehen vom grünen Sand in der Vereinshalle (die inzwischen ne Begegnungsanlage bauen musste, da es sonst staubt ohne Ende..) und in den Hallen des Landgestüts der Quarzsand.. Achja, 2 größere trainingsställe haben auch den grünen, eintrittstiefe ist gut, wenn der gut gewässert ist
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Charda
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#12 Re: Reitplatzbau

Beitrag von Charda » Mo 31. Mär 2014, 09:25

Da ich das ganze ja auch erst hinter mir habe:

Brechsand wird sehr sehr hart. Ist also als Trennschicht eher schlecht, weil er so hart wird wie Beton (laut meinem RP--Bauer) und dann kein wasser mehr durchkommen kann.

Die Drainage in Form von Kies könnt ihr euch lediglich ersparen, wenn die Grasnabe abegehoben wurde und der Boden darunter Steinig ist. Ist er lehmig läuft kein Wasser ab -> Drainage durch ca 30 cm Kies auffüllung nötig. Ist er Steinig reicht die Drainage in Form von Rohren durchaus.

als Trennschicht solltet ihr eine Art Flies nutzen um den Untergrund eben nicht mit der Tretschicht zu vermischen. Sonst wird es bei Regen unbrauchbar und zu tief. Der Boden kann sich nicht setzen und ihr habt einen RP den ihr so gut wie nicht nutzen könnt!

Als Tretschicht eignet sich gewaschener Sand. Vermischt mit Vliesschnitzel setzt sich dieser wesentlich schneller und ist besser bereitbar. Vermischt mit Hackschnitzel setzt sich dieser zwar auch schneller, aber Hackshcnitzel verrotten schnell und der boden wird wieder matschig/sumpfig. Gewaschener Sand alleine setzt sich sehr langsam, staubt gerne und muss daher im Sommer gewässert werden ist aber durchaus geeignet. Mit Geduld.

Die Tretschicht würde ich nie mehr höher als 8 cm wählen. Dafür müsste nach ca einem halben Jahr nochmal was drauf. Wenn ihr die Tretschicht jetzt höher wählt, dauert es wesentlich länger bis sich der Sand setzt. Longieren und frei laufen lassen sollte erst mla Tabu sein, bis sich der Sand setzen konnte.
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CharlesP1
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#13 Re: Reitplatzbau

Beitrag von CharlesP1 » Mo 31. Mär 2014, 09:44

Brechsand wurde von nem Platzbauer empfohlen (Nordsand), wenn man keinen Schotter Unterbau hat.
http://www.reitsand-gmbh.de/tipps/118-r ... hicht.html

Der Boden ist nicht sehr steinig, die einzigen Steine sind der Schutt der darunter gemischt ist durch den alten Bahndamm, das wird denke ich nicht ausreichen.. entscheiden wird das letztlich der Bodenbauer. Wenn wir jetzt auf den normalen Boden das Vlies legen, wird das nicht greifen können und rutschen auf dem Sand, teurer ist es außerdem auch, der brechsand kostet und 3,50 pro Tonne, bei 7cm ist das nicht viel..
Ablaufen sollte es trotzdem durch das Gefälle, hoffen wir..

Welche Körnung hat euer Sand?
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#14 Re: Reitplatzbau

Beitrag von Charda » Mo 31. Mär 2014, 09:55

Ich kann dir nicht mehr als meine Erfahrungen weiter geben.

Der Sand hat eine Körnung von 0-2mm
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#15 Re: Reitplatzbau

Beitrag von CharlesP1 » Mo 31. Mär 2014, 10:06

Ja, danke:)

Müssen wir dann nur für unsere Bedingungen angleichen, du kommst ja nochmal aus ner ganz anderen Ecke;)
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#16 Re: Reitplatzbau

Beitrag von LeonieMay » Mo 31. Mär 2014, 10:49

Na das mit dem Lehmboden ist ein Gerücht. Wir haben Lehmboden. Nachteil wenn es regnet in den Weiden, steht schon mal das Wasser. Kommt aber Sand oben drauf, ist das Traumhaft. Denn Sand braucht Wasser. Mit minimalem Gefälle, steht da nichts. Der Cini-Paddock z.B. ist immer trocken. Sie können immer drinnen stehen. :D Ich kann gerne mal Bilder machen, wenn wir wieder Regentage haben.

Lehm würde ich nicht extra einfügen, ich würde wirklich ins Kieswerk fahren und schauen was da ist, dann weiter fragen nach den Siebkurven. Siebkurven gibt es welche im Netz, kann Dir jetzt aber keine geben, da der alte Lappi sie verschluckt hat. Eigene für den Reitplatz darf man leider nicht weiter geben, da es ja die Hauseigene Zusammenstellung ist.

Ich hoffe, Ihr habt den Bauantrag schon durch, sonst könnte das ganze teuerer als die 80 € Bauantragskosten werden. Das hatte ich nämlich vergessen. Sobald die Grasnarbe abgetragen wird, muß dieser vorliegen.
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#17 Re: Reitplatzbau

Beitrag von Monii » Mo 31. Mär 2014, 13:08

Den Nordsand haben wir in der Halle. Ist ein toller Boden, muss aber auch immer feucht gehalten werden.
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#18 Re: Reitplatzbau

Beitrag von CharlesP1 » Mo 31. Mär 2014, 13:14

Ja der Nordsand ist ähnlich wie der Gruner Sand.. Quarzsand eben.

Der liegt aber mit Anfahrt und allem drum und dran zu teuer für uns, die hatten uns für unsere Nutzung nur den Brechsand als Trennschicht empfohlen, darum auch der Link ;)
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#19 Re: Reitplatzbau

Beitrag von CharlesP1 » Do 10. Apr 2014, 10:59

Soo, der Bodenbauer war da, Drainagegräben brauchen wir nicht, dann wird das wahrscheinlich zu trocken. Ihm erschien das Gefälle zu viel mit 1%, dann ist der ja eine Seite 40cm höher.. aber wir bleiben dabei, das wird man denke ich nicht so seht merken beim arbeiten.

Sand kommt erstmal dieser gewaschene drauf, aber wahrscheinlich keine 10cm, nur ein Teil und schauen wie sich das setzt, setzt der sich schlecht oder rollt wider erwarten doch weg, wird was beigemischt, holzsschnitzel oder wozu wir den Mann von C noch so überzeugen können und was letztlich bezahlbar ist


Jetzt brauchen wir noch ne vernünftige einfassung, außenherum wird der übrige Sand als kleiner wall aufgeschüttet, ohne weht uns der Sand wahrscheinlich gänzlich weg.. jetzt bräuchten wir noch ne zündende Idee, womit wir die Tretschicht vom wall fernhalten, damit sich da nichts mischt..

Und es ist soo ärgerlich, diese Woche ist ideales Wetter, regnet ohne Ende, da könnte man sich das wässern sparen.. ich wette wenn der Platz steht ist wieder dürre angesagt
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#20 Re: Reitplatzbau

Beitrag von LeonieMay » Do 10. Apr 2014, 11:04

Da würd ich wirklich die regionalen Zeitungen durchforsten, von alten Bauernhofbalken über Laternenpfähle, Randsteine, geht ja fast alles. Ist nur die Frage, was möchte man bei den Beinen etc.

Und mir z.B. waren 1 % Gefälle für die Jungs auf 60 Meter zu viel. Sie konnten es als Jungspunde nicht ausgleichen beim Reiten. Wir haben es 2 x nachgebessert. Von daher wird im neuen Platz kein Gefälle mit der Erfahrung die wir jetzt haben mehr eingebaut.
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